Dierk Schmidt

Professur für Bildende Kunst | Malerei

Dierk Schmidt (1965) praktiziert eine kontextuelle Auffassung von Malerei, die mit größerem Aufwand an Recherche im historischen und insbesondere im „faktischen Raum“ ansetzt und kommuniziert. Eine jüngere Serie abstrakter Bilder fokussiert die Berliner Afrika-Konferenz von 1884/85 aus international-rechtlicher Perspektive. Eine aktuelle Arbeitsserie verhandelt am Modul der Museumsvitrine – sozusagen in einer Malerei mit anderen Mitteln – die Blick- und Diskursachsen (post-)kolonialer Argumentation, deren Aneignungsgewalt und Formeln widerstreitender Besitzansprüche gegenüber dem Objekt ethnologischer Sammlungen.

Schmidt lehrte als letztes an der Königlich Dänischen Kunstakademie in Kopenhagen. Er ist Mitglied der künstlerisch-akademischen Gruppe Artefakte//anti-humboldt.

Publikationen und Essays (Auswahl):
„SIEV-X – Zu einem Fall verschärfter Flüchtlingspolitik, Ein Bildzyklus in drei Teilen, Gespräche und Texte“, Berlin, 2005; „The Division of the Earth – Tableaux on the Legal Synopses of the Berlin Africa Conference“, Köln, 2010.

„History Image vs. History Painting“, in: Painting. The Implicit Horizon, Maastricht, 2012; „Afterlifes: German and European Postcoloniality. Artefacts, Museums, Art“, in: Darkmatter Online, Hrsg. Artefakte//anti-humboldt, 2013; „Comments on the art and research project The Division of the Earth – Tableaux on the Legal Synopses of the Berlin Africa Conference’“ (zusammen mit Malte Jaguttis), in: Open Arts Journal, issue 3, 2014.

Ausstellungen/Ausstellungsteilnahmen (Auswahl):
„Broken Windows 6.3“, KOW, Berlin, 2016; „Nervöse Systeme“, Haus der Kulturen der Welt, Berlin, 2016; „Animism“, Ilmin Museum of Art, Seoul / Südkorea 2014, OCAT, Shenzhen, China 2013; IMAGE LEAKS – Zur Bildpolitik der Ressource, Frankfurter Kunstverein, Frankfurt a.M., 2011; SIEV-X – Zu einem Fall verschärfter Flüchtlingspolitik oder Géricault und die Konstruktion von Geschichte, Städel-Museum, Frankfurt a.M. 2009; documenta 12, Kassel 2007; Trienal du Luand, Luanda, Angola 2007.