15.01.2015 19:00 UHR

Tempelgänge, Paraden, Lustmärsche.

Bazon Brock ist der Künstler ohne Werk, der Denker im Dienst, Philosoph, Kunsttheoretiker, Kritiker des Internets und emeritierter Professor für Ästhetik und Kulturvermittlung an der Universität Wuppertal. Er ist der Gründer der "Denkerei mit dem Amt für Arbeit an unlösbaren Problemen und Maßnahmen der hohen Hand" mit Sitz in Berlin. Seit fünf Jahrzehnten gehört er zu den zentralen Akteuren des Kunst- und Kulturgeschehens in Deutschland. Mit Friedensreich Hundertwasser, Joseph Beuys und Wolf Vostell beteiligte er sich an Happenings, entwickelte die Methode des "Action Teaching", rief zur documenta 4 (1968) erstmalig die Besucherschule ins Leben und gründete mit Peter Sloterdijk in Karlsruhe den Studiengang des "professionalisierten Bürgers".

Am 15. Januar 2015 wird Bazon Brock einen Vortrag mit dem Titel Tempelgänge, Paraden, Lustmärsche. Kunst ist risikoreiche Arbeit und nicht Glücksspiel. Ein Kampf um Geltung." im Hörsaal der Kunsthochschule Kassel halten. Der Titel des Vortrags geht zurück auf die Besucherschule von Bazon Brock zur documenta 7, 1982. Gefragt wird nach den Einstellungen und Haltungen, mit denen das Publikum einerseits, die Künstler andererseits sinnvoll operieren sollten. Zur Diskussion steht, dass heute in den Kirchen DJs arbeiten und in Museen gebetet wird. Das Verhältnis von Kunst und Kultur muss völlig neu bestimmt werden.

www.bazonbrock.de
 

Die Teilnahme am Vortrag ist kostenlos. Eine Spende für das Zeitzeugenprojekt "Meine documenta" des documenta Archivs ist zu dieser Gelegenheit willkommen.
Spendenkonto "documenta forum": Stichwort "Meine documenta", Kontonummer 133 922, Bankeitzahl 520 503 53 bei der Kasseler Sparkasse.

Die Veranstaltung wird getragen durch das documenta Archiv und die Kunsthochschule Kassel.

 

 

 




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