Kommentiertes
Vorlesungsverzeichnis
Fachgebiet
Kunstwissenschaft
Kunsthochschule Kassel
Beginn und Ende der Lehrveranstaltungen:
19. April 2004 bis 23. Juli 2004
Liebe Studentinnen und Studenten,
zum neuen Semester möchte ich Ihnen im Namen aller Mitarbeiter und Dozenten der Kunstwissenschaft an der Kunsthochschule alles Gute wünschen. Damit Sie einen guten Start haben, hat auch dieses Semester wieder Frau Koppelmeier dankenswerterweise das kommentierte Vorlesungsverzeichnis zusammengestellt, in dem alle Lehrenden Ihre Veranstaltungen vorstellen. Hinzu kommen Informationen zu Museen und Bibliotheken in und um Kassel, um das unersetzliche Eigenstudium zu befördern. Anregungen zu diesem wie auch zu anderen Fragen können das Gespräch mit den Dozenten und den „älteren Semestern“, aber gerade auch die studentischen Projekte geben, insbesondere die Bestimmungsübungen. Und da Sie am besten Ihre eigenen Bedürfnisse kennen, sind wir wie immer für Hinweise und Kritik dankbar.
Alle an dieser Broschüre Beteiligten
des Studienganges Kunstwissenschaften wünschen Ihnen ein erfolgreiches und
schönes Sommersemester 2004.
PS: Da es nie auszuschließen ist, dass sich noch Änderungen und Ergänzungen gegenüber dem kommentierten Vorlesungsverzeichnis ergeben, ist der wöchentliche Blick auf das Schwarze Brett sehr zu empfehlen.
Einführungsveranstaltungen (nicht nur) für Studienanfänger:
Caprice Jakumeit MA
Freitag, 16. April 14h00, SR NoB
Montag, 19. April 11h00, SR NoB
(jeweils im Seminarraum des Nordbaus)
e-mail: bhinz@uni-kassel.de
Sprechstunde: montags, 10h00 – 11h00, NoB R 172
Zeit: montags, 14h00 -16h00
Ort: Hörsaal, NoB
Beginn: 26.04.2004
De Gouden Eeuw (das Goldene Zeitalter) der Niederlande und ihrer Malerei ist das 17. Jahrhundert, in dem die ehemaligen niederländischen Nordprovinzen zum Nationalstaat und zur führenden Handels- und Seemacht im nördlichen Europa aufstiegen. Es entstand eine völlig neue Malerei, nicht mehr an Kirche und Hof, sondern am Markt orientiert: Statt der großen metaphysischen Sujets werden nun die Themen des Alltags bevorzugt; der Blick wird zunehmend mikroskopisch (das Mikroskop wurde damals in Holland erfunden: Leeuwenhoek). Dabei ist weniger das Was als das Wie, also der künstlerische Vortrag „an sich“ entscheidend – eine Priorität, die konstitutiv für die Moderne war.
In Teil I der Vorlesung (WS 2003/04) wurden die einschlägigen Gattungen behandelt (Landschaft, Seestück, Stilleben, Architekturbild, Historie, der Caravaggismus). Teil II konzentriert sich auf das große Feld der Genremalerei (sog. Sittenbild); einige Namen: Die Brüder Hals, Jan Steen, Pieter de Hoch, Jan Vermeer van Delft, Terborch, Metsu, Dou, J. M. Molenaer, Judith Leyster, die Brüder Ostade.
Hinweis: Aktuelle Ausstellung in der Hamburger Kunsthalle: Von Frans Hals bis Jan Steen. Vergnügliches Leben – Verborgene Lust. Holländische Gesellschaftsszenen (bis 16. Mai).
e-mail: bhinz@uni-kassel.de
Sprechstunde: montags, 10h00 – 11h00, NoB R 172
Zeit: dienstags, 15h00 -17h00
Ort: SR NoB, sowie vor Ort
Beginn: 27.04.2004 (die erste Sitzung findet im SR NoB, Menzelstr. 13 statt)
Das Seminar findet vor Originalen im Museum (dem wichtigsten Arbeitsfeld für Kunstwissenschaftler) statt. Es soll dort eine exemplarische Auswahl aus den Beständen der italienischen, deutschen, niederländischen und flämischen Malerei in Autopsie genommen, diskutiert und bearbeitet werden (Wunschbilder werden nach Möglichkeit berücksichtigt). Das Ziel der „Bearbeitung“ (zugleich Übungsziel) soll ein jeweiliger Katalogtext sein, wie er in guten Bestands- und Ausstellungskatalogen Usus ist. Das beinhaltet die technischen Daten, die Provenienz, die Beschreibung, die Erläuterung, die wissenschaftliche Diskussion und die Literaturangaben: und dieses alles in gebotener Kürze (ca. max. 4 Ms.-Seiten) und angemessener Formulierung. Solche Texte zu produzieren, ist eine kunstwissenschaftliche Standardaufgabe. Ein zweites Ziel ist die Übung im „Führungsdienst“, also des sinnvollen, informativen Sprechens vor Bildern.
Die Referate vor Ort sollen 15 min. nicht überschreiten und sich auf das konzentrieren, was man sieht (wie bei einer wissenschaftlichen Führung) und nicht mit seminaristischem Sekundärmaterial (Kopien, Büchern) hantieren. Referat und (schriftlicher) Katalogtext werden kaum identisch sein. Die Teilnehmer können sich für das eine oder andere Ziel entscheiden, wobei die wissenschaftliche Recherche gleichermaßen fällig wird. Sie können auch beide Ziele zugleich ansteuern. Pro Veranstaltung sollen zwei Bilder behandelt werden. Von jedem Teilnehmer wird ein Beitrag erwartet.
Grundlage jeder Vorbereitung ist der „Gesamtkatalog Gemäldegalerie Alte Meister Kassel“ (bearb. Von B. Schnackenburg), I/II, Mainz 1996.
Prof. Dr.
(mit Exkursion nach Neapel)
Zeit: dienstags 11h00 – 13h00
Ort: NoB, SR
Beginn: 27.04.2004
Tel: 804 – 5403
e-mail: caprice.jakumeit@uni-kassel.de
Sprechstunde: nach Vereinbarung (Diathek)
Die Lehrveranstaltung dient der Vorbereitung einer Exkursion nach Neapel, die ca. 10tägig ab ca. 01. Sept. 2004 stattfinden soll. Ein weiteres Vorbereitungsseminar (zur antiken Kunst in Neapel, Pompeji etc.) bietet Prof. Gercke im Schloß an. Voraussetzung für eine Exkursionsteilnahme ist die Beteiligung an einem dieser Seminare und die Übernahme eines Referates (gegebenenfalls Kurzreferates) und Berichterstattung am Ortstermin.
Neapel (griech: Neapolis = Neustadt), die einzige seit der Antike ununterbrochen bestehende Großstadt Europas, ist die große Unbekannte unter den italienischen Metropolen. Einst als schönste Stadt der Welt („…sehen und sterben“) gefeiert, leidet Neapel seit dem 20. Jahrhundert unter der Unzugänglichkeit der Objekte, der Kriminalität, der zerstörerischen, alles Alte überwuchernden Bautätigkeit. In den letzten Jahren hat sich jedoch vieles zum besseren gewendet, so dass eine Reise wieder lohnt.
Anders als die übrigen für ihre städtische Kultur berühmten Städte Nord- und Mittelitaliens fehlt Neapel eine eigentliche urbane Kultur und der Charakter einer freien Kommune. Stets war die Stadt seit der Eroberung durch die Normannen 1139 auf das engste mit den jeweils herrschenden Familien verbunden, nach den Normannen, den Staufern, den Anjou, den Aragonesen, Habsburgern und schließlich den Bourbonen. Das Wahrzeichen der Stadt, das Castel Nuova am Hafen mit dem Triumphbogen Alfonsos I., die Gräber der Herrscher in den von ihnen gestifteten Kirchen (etwa in S. Lorenzo Magiore, der schönsten gotischen Kirche Neapels), der Dom S. Gennaro (St. Januarius), die fürstlichen Sammlungen von Weltrang, der Capodimonte und das Archäologische Nationalmuseum, sind daher wesentliche Punkte, die in Seminar und Exkursion zu behandeln sind. In der Altstadt, die auf dem Raster der antiken griechischen Stadt entstand, dominieren wiederum nicht die italienüblichen großen Plätze und kommunalen Zentren, sondern die reich ausgestatteten Kirchen des überaus zahlreichen Neapolitaner Klerus; auch hier werden die wichtigsten Beispiele aufgesucht. Ferner wird es Ausflüge in die archäologisch überreiche Umgebung (u.a. Pompeji) geben.
Zur Einführung: Christof Thoenes, Neapel und Umgebung (Reclams Kunstführer Italien, Bd. 6), Stuttgart 171 (2. Aufl. 1983).
PD Dr. Thomas Noll
Tel: 804 – 5388 od.
0551/45205
Sprechstunde: nach Vereinbarung, Raum 169a
Beginn: 22.04.2004
Zeit: donnerstags, 14h15 – 15h45
Ort: NoB, Hörsaal
Die Landschaftsmalerei, die als eigene Gattung im 16. Jahrhundert sich entwickelte und im 17. Jahrhundert mit Künstlern wie Jacob van Ruisdael oder Claude Lorrain einen ersten Höhepunkt erlebte, gewann seit dem späten 18. Jahrhundert in steigendem Maße an Bedeutung. Nicht allein erreichte sie quantitativ einen neuen Stellenwert und erfuhr innerhalb der Gattungshierarchie eine Aufwertung, sondern sie übernahm zudem Funktionen, die zuvor – mit religiösen, mythologischen und geschichtlichen Themen – dem Historienbild vorbehalten waren.
Die Vorlesung möchte, ausgehend von Caspar David Friedrich, zunächst im Rückblick in großen Linien die Entwicklung der Landschaftsmalerei nördlich und südlich der Alpen und der darauf bezogenen Kunsttheorie seit dem frühen 16. Jahrhundert skizzieren, dann eingehender die unmittelbaren Vorläufer bzw. älteren Zeitgenossen von Friedrich im 18. und frühen 19. Jahrhundert vorstellen, um schließlich das Neuartige der Landschaftsauffassung des Romantikers und weitere, alternative Positionen der Landschaftskunst in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu erörtern. Besonderes Augenmerk wird auf dem Verständnis und der Bedeutung der Natur liegen, deren Wiedergabe als Spiegelbild der unterschiedlichsten zeitgeschichtlichen Anschauungen dienen konnte und deren vielfältige künstlerische Gestaltung beschrieben werden soll.
PD Dr. Thomas Noll
Beginn: 22.04.2004
Zeit: donnerstags, 16h15 – 17h45
Ort: NoB, SR
Zu den herausragenden Künstlergestalten des 20. Jahrhunderts gehört Max Beckmann (1884 – 1950). Ausgehend von einer im Kreis der Berliner Secession sicht etablierenden expressiv – naturalistischen Tonmalerei (die allerdings Einflüsse von Van Gogh, Cézanne u.a. verarbeitet), gelangte dieser Künstler durch das Erlebnis des Ersten Weltkriegs zu einer neuen, unverwechselbaren Bildsprache, die sich über drei Jahrzehnte hinweg kontinuierlich und konsequent entfaltete. Im Figurenbild, im Porträt, in der Landschaft und im Stilleben, in der Malerei wie in der Graphik fand sie gleichermaßen ihren Ausdruck.
Das Seminar möchte die künstlerische Statur von Max Beckmann im kunstgeschichtlichen Zusammenhang behandeln – wobei auch Beckmanns acht Plastiken miteinzubeziehen sein werden – und die Entwicklung sowohl der Bildform wie der höchst anspruchsvollen Bildinhalte in ihrer wechselseitigen Bedingtheit in den Blick nehmen. Unweigerlich verknüpfen sich damit grundsätzliche methodische Fragen der kunsthistorischen Interpretation, die im Hinblick auf Beckmann exemplarisch diskutiert werden sollen.
PD Dr. Thomas Noll
Tel: 804
– 5388 od. 0551/45205
Sprechstunde: nach Vereinbarung, Raum 169a
Beginn: 27.04.2004
Zeit: dienstags, 17h00 – 19h00
Ort: NoB, SR
„Ja, wer ist Menzel? Menzel ist sehr vieles, / Um nicht zu sagen alles: mind’stens ist er / Die ganze Arche Noäh, Tier und Menschen / (..) Er durchstudierte / Die groß’ und kleine Welt; was kreucht und fleucht, / Er gibt es uns im Spiegelbilde wieder.“
Solchermaßen rühmt Theodor Fontane in einem Gedicht zu des Künstlers 70. Geburtstag 1885 Adolph Menzel (1815 – 1905). Denkbar vielfältig erscheint tatsächlich das Werk dieses Malers und Graphikers, das von ambitionierten Historienbildern, namentlich aus dem Leben Friedrichs des Großen, über zeitgeschichtliche politische und gesellschaftliche Themen bis hin zu Landschaften und Interieurs reicht. Wie aber die Historienbilder spannungsvoll zwischen einer traditionellen und unkonventionell – individuellen Auffassung des Themas stehen, so bieten die Landschaften, Stadtansichten, Interieurs und andere Motive im kleinen Bildformat eine Fülle überraschender Aspekte in formaler wie inhaltlicher Hinsicht. Eigentümlich behauptet sich Menzels Kunst zwischen der akademischen und der avantgardistischen Malerei des 19. Jahrhunderts. Neben peinlich akkurater Genauigkeit in der Schilderung von Schauplätzen und Realien findet sich eine ganz auf Licht und Farbwirkung ausgehende Malerei, die ihren Bildgegenstand fast zu überspielen scheint. In irritierender Weise gebunden und frei zugleich stellt dieses Schaffen sich dar.
In dem Seminar soll die staunenswerte Vielfalt von Menzels Werk in seinen geschichtlichen und kunstgeschichtlichen Zusammenhängen behandelt werden. „Wer ist Menzel? (…) Die Frag’ ist schwer, das ist ein Doktorthema“, immerhin annäherungsweise mag sie eine Antwort finden.
(Die Referatsthemen sowie Quellen und einführende Literatur entnehmen
Sie bitte dem Informationsbrett gegenüber der Diathek.)
PD Dr. Thomas Noll
Tel: 804
– 5388 od. 0551/45205
Sprechstunde: nach Vereinbarung, Raum 169a
Beginn: 27.04.2004
(Vorbesprechung, das Seminar wird als
Blockveranstaltung fortgesetzt werden, der Termin hierfür wird in der ersten Sitzung
bekannt gegeben.)
Zeit: dienstags, 9h00 – 11h00
Ort: NoB, SR
Im Rahmen dieses Proseminars sollen Formen und Möglichkeiten der sprachlichen Erfassung von Kunstwerken – hauptsächlich von Werken der gegenständlichen Malerei, teils auch der Skulptur – als Voraussetzung bzw. Grundlage einer kunsthistorischen Interpretation im gemeinsamen Gespräch erörtert und geübt werden. Eigene Versuche der Teilnehmer werden mit älteren und jüngeren Werkbeschreibungen und – deutungen in der (Forschungs-) Literatur zu vergleichen und jeweils kritisch zu besprechen sein. Dabei soll die Fähigkeit entwickelt werden, die spezifisch künstlerische Eigenart eines Kunstwerks (Stil, Komposition, ikonographischer Stil etc.) zu erfassen und in möglichst adäquater Form zum Ausdruck zu bringen. Die Mitarbeit der Teilnehmer wird wesentlich über den Grad der Annäherung an dieses Ziel entscheiden.
Auf Referate soll verzichtet werden; ein Proseminarschein ist durch die Anfertigung einer Hausarbeit zu erwerben.
Prof. Dr. Peter Gercke
Sprechstunde: nach Vereinbarung (Schloß Wilhelmshöhe)
Beginn: 21.04.2004
Zeit: mittwochs, 10h00 – 12h00
Ort: Antikensammlung, Schloß Wilhelmshöhe, (Seminarraum)
Tel.: 804-5328
Fax: 804-5446
e-mail:
Sprechstunde: donnerstags
13h00 – 15h00, R 175
Proseminar: Heideggers Texte zur Kunst
Zeit: freitags,
10h00 – 12h00
Ort: SR, NoB
Beginn: 30.04.2004
Im Anschluß an einen kursorischen Überblick über Heideggers Schrift „Der Ursprung des Kunstwerkes“ soll die in den späteren Jahren immer deutlicher werdende Annäherung seiner Kunstphilosophie, die ursprünglich vom Paradigma der Dichtung ausging, an die Bildende Kunst am Beispiel ausgewählter Texte verfolgt werden. Dabei wird u.a. der Frage nachgegangen werden, welche Relevanz philosophische Annäherungen an die Bildende Kunst für das interpretatorische „Alltagsgeschäft“ des Kunstwissenschaftlers haben können.
Scheinerwerb: Hausarbeit
Text: Martin Heidegger,
„Der Ursprung des Kunstwerkes“, Stuttgart 1960, ist als Reclam-Heft erhältlich.
Weitere Texte („Die Herkunft der Kunst und die Bestimmung des Denkens“, „Die
Kunst und der Raum“ sowie nachgelassene Notizen Heideggers) werden rechtzeitig
vor Semesterbeginn in der Bibliothek der Kunsthochschule Kassel als
Kopiervorlage ausliegen.
Seminar: Funktionen des Bildes in der Wissenschaft. Texte aus der Wissenschaftsphilosophie
(gemeinsam mit PD Dr. Dr. Kristian Köchy)
Zeit: donnerstags,
10h00 – 12h00
Ort: Nora Platiel Str. 1, R. 1306
Beginn: 29.04.2004
Derzeit ist in den Reihen der Wissenschaftsphilosophie und der Wissenschaftsgeschichte ein grundlegender Wandel des Aufmerksamkeitsbereichs feststellbar. Konzentrierte man sich bisher – auch in Anlehnung an klassische Vorbilder – auf die Sphäre der Theorie und untersuchte beispielsweise in einer sich als Forschungslogik verstehenden Wissenschaftstheorie ausschließlich wissenschaftliche Begriffe, Aussagen und Theorien, so erweitert sich heute der methodologische Horizont drastisch. Im Anschluss an eine umfängliche Strömung der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts, die unter den Stichworten „social studies of science“, "science in context“, „new experimentalism“ oder „practical reasoning“ vor allem auf die (gesellschaftlichen) Handlungsfelder und Praxen der Wissenschaften blickte, ist in den letzten Jahren eine zunehmende Orientierung auf Modelle, Darstellungsformen und Bilder feststellbar.
Nahezu zeitgleich ist auch in den Kultur- und Humanwissenschaften ein vergleichbarer „iconic turn“ zu konstatieren, der eine Vielzahl bildtheoretischer Publikationen nach sich zog. Gleichwohl ist es bislang noch kaum gelungen, eine allgemeine Bildtheorie zu entwerfen, die einen transdisziplinären Rahmen für die gegenwärtigen natur- und kultur-wissenschaftlichen Bemühungen um Bilder abgeben könnte. Die Veranstaltung will deshalb den Funktionen und Leistungen des Bildes in beiden Bereichen nachgehen. Eine Sammlung von Texten wird zu Beginn des Seminars zur Verfügung gestellt.
Zur ersten Information können dienen:
P. Geimer (Hg.), Ordnungen der Sichtbarkeit, Frankfurt a.M. 2002
M. Kemp, Bilderwissen. Die Anschaulichkeit
naturwissenschaftlicher Phänomene, Köln 2003
Tel.: 804-5328
Fax: 804-5446
e-mail:
Sprechstunde: donnerstags,
13h00 – 15h00, R 175
Hauptseminar: Sprachanalytische
Ästhetik bei Ludwig Wittgenstein
Zeit: donnerstags,
14h00 – 16h00
Ort: SR, NoB
Beginn: 29.04.2004
Obgleich Wittgenstein betonte, dass ihn – neben begrifflichen Problemen – „nur…ästhetische Fragen“ „wirklich fesseln“ könnten, hat er solche Fragen weder jemals systematisch noch sonderlich intensiv ausgearbeitet. Die vereinzelten Überlegungen zu ihnen, die sich in seinem Werk in allen Phasen gleichwohl finden, sind seit den dreißiger Jahren von einem kulturpessimistischen Duktus geprägt, der die eigene Epoche charakterisiert sieht durch „das Verschwinden der Künste“ und die Unfähigkeit der Menschen zu begreifen, dass die Künste „sie etwas zu lehren haben“.
Die Veranstaltung setzt sich zum Ziel, die Vorlesungen über Ästhetik, die er im Jahre 1938 gehalten hat, vor dem Hintergrund seines damaligen Philosophiebegriffs zu interpretieren.
Scheinerwerb: Hausarbeit
Text: Philosophie, in: Ludwig Wittgenstein, The Big Typescript, Wien 2000, S. 273 -292 (Eine Kopiervorlage dieses Textes wird rechtzeitig vor Semesterbeginn in der Bibliothek der Kunsthochschule Kassel ausliegen.)
Ludwig Wittgenstein, „Vorlesungen und Gespräche über Ästhetik, Psychoanalyse und religiösen Glauben“, Frankfurt/Main 2000 (Fischer-Taschenbuch)
Kolloquium für Examenskandidaten, Do. 16h00 – 19h00, R. 175, NoB, ab 29.04.2004
Das Kolloquium widmet sich der Besprechung aktueller philosophischer und künstlerischer Abschlussprojekte. Es soll ein Forum bieten, in dem die Teilnehmer entweder ihre eigenen Arbeiten oder aber diskussionsbedürftige Texte oder Positionen aus ihren Arbeitsfeldern zur kritischen Diskussion stellen können.
Gerald Geilert
Tel: Mobil:
0179 7955278
e-mail:
Proseminar: Der
modernisierte Blick: Bilder im Zeitalter von Film und Fernsehen
Zeit: montags, 16.00 – 18.00 h
Ort: SR, NoB
Beginn: 26.04.2004
Sprechstunde: mittwochs,
11h00 – 12h00, R 67b
Film und Fernsehen sind heute wichtige
Medien der gesellschaftlichen Kommunikation. Der Gebrauch des Fernsehens und
das Sehen von Filmen scheint eine Selbstverständlichkeit zu sein. Gerade
deswegen besteht über die Notwendigkeit der Film- und Fernsehanalyse kaum noch
eine Kontroverse. Projektionen und Videoclips sind zusätzlich zu einem
integralen Bestandteil der Kunstwelt geworden und Kunstausstellungen wie „Moving Pictures“ thematisieren die Genese dieser neuen,
visuellen Medien innerhalb des Kunstbetriebs. Film und Fernsehen sollen im Kontext
mit vielfältigen, künstlerischen Ausdrucksweisen situiert werden, um Momente
ihrer Spezifik herauszustellen. Zu besprechen ist
hier nicht nur die Camera obscura als technischer Vorläufer einer Filmkamera,
sondern mannigfaltige Gerätschaften, die erstaunliche, faszinierende, bewegte
Bilder produzieren können. Stereoskope, Mikroskope, Projektionen oder multimediale
Interfaces erfordern immer neue Wahrnehmungsstrategien, sodass einige Wissenschaftler
von einer „Modernisierung des Blicks“ bzw. einer fortwährenden Neuorganisierung
der visuellen Wahrnehmung ausgehen. Texte von prominenten Wissenschaftlern wie
beispielsweise Rudolf Arnheim, Jonathan Crary, Umberto Eco, Siegfried Kracauer
und Paul Virilio werden den Ausgangspunkt für eine
Diskussion dieser Thematik bieten.
Weiterhin können in dieser Veranstaltung die
Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens erlernt werden.
Literaturtipp:
Hickethier, Knut: Film- und Fernsehanalyse. 2. Aufl.
Stuttgart, J.B.Metzler, 1996
Tel.: 804-5326
Fax: 804-5445
e-mail:
Sprechstunde: nach
Vereinbarung (siehe Aushang an der Tür, R. 169, NoB)
Vorlesung: Biennale die Venezia 2003
Zeit: donnerstags,
17h15 – 19h00
Ort: Hörsaal, NoB
Beginn: 22.04.2004
Die letzte Biennale di Venezia stand unter dem ambivalenten Motto „The dictatorship of the viewer“. Nach den beiden Biennalen, die Harald Szeemann kuratiert hatte und die mit vielen großen Namen und einigen Rückblicken auf KünstlerInnen der legendären Gegenwartsszene aufwarteten, ließ Francesco Bonami einerseits ein ganzes Bündel von Kuratoren, darunter auch renommierte Künstler, zum Zug kommen, streute aber auch andererseits das Feld gegenwärtiger Kunstproduktion auf eine Weise, die vielen Kritikern als strukturlos erschien. Im Hinblick auf ‚globale’ künstlerische Aktivitäten war die Biennale zugleich sehr viel internationaler als die letzte documenta. Die Vorlesung wird versuchen, einiges von dem herauszuarbeiten, was gezeigt hat, dass die letzte Biennale es durchaus verstanden hat, Künstler zeigen zu lassen, was ihnen derzeit an aktuellen Problemen unter den Nägeln brennt. Unter diesem Blickwinkel werden auch Materialien aus der Ausstellung „In den Schluchten des Balkan“ miteinbezogen, zumal René Block noch einige Fortsetzungen in petto hat. Mit gesampelten Video Materialien wird es möglich sein, auch StudentInnen, die keine Gelegenheit hatten, die Biennale zu sehen – für „In den Schluchten des Balkan“ gilt dies wohl eher nicht – einen Eindruck zu vermitteln.
Seminar: Mona Hatoum
Zeit: dienstags,17h15
– 19h00
Ort: Hörsaal, NoB
Beginn: 27.04.2004
Während des Sommersemesters gibt es in der Hamburger Kunsthalle eine Ausstellung von Mona Hatoum. Die zweite Station ist die Bundeskunsthalle Bonn. Dies ist die erste umfassende Ausstellung des Werks der Künstlerin überhaupt, sieht man von der ebenfalls recht umfangreichen Ausstellung in Salamanca vor zwei Jahren einmal ab. Den meisten StudentInnen dürfte Mona Hatoum von der letzten documenta her mit zwei Werken vertraut sein. Wohl selten hat ein/e Künstler/in unserer westlichen Welt einen so ungetrübten Spiegel vorgehalten, in dem sich der westliche Transzendentalismus fängt mit seiner Strategie, das Fleisch vom theoretischen Knochen zu schaben. Das Seminar wird mit einer Reihe von Referaten versuchen, die spezifische Andersheit der Kunst von Mona Hatoum im Vergleich mit anderen Künstlern/Innen herauszuarbeiten. – Zwei Exkursionen werden die Gelegenheit geben, der Verfälschung durch fotografische Reproduktionen auszuweichen.
Colloquium für Magistranden und Doktoranden
Zeit: donnerstags,
11h15 – 13h00
Ort: Hörsaal, NoB
Beginn: 22.04.2004
Magistranden und Doktoranden stellen ihre Arbeitsprojekte vor. Das Seminar findet in diesem Semester wöchentlich statt. StudentInnen, die noch nicht so weit sind, Können gerne am Colloquium teilnehmen.
Exkursionen (bitte Anschläge am schwarzen
Brett vor Raum 169 beachten)
1. Sa., 02. Mai – Mi. 05. Mai: nach Hamburg, Ausstellung Mona Hatoum. Am Di. 04. Mai, 17h00 -19h00 wird Mona Hatoum in der Hamburger Kunsthalle zu einem Künstlergespräch anwesend sein. Christoph Heinrich, Kurator der Galerie der Gegenwart, hat sich außerdem bereit erklärt, eine Ausstellungsdiskussion mit StudentInnen zu machen. – Geplant ist außerdem ein Besuch der Sammlungen Harald Falckenbergs in Harburg, wo zur Zeit eine große Retrospektive von Hanne Darboven gezeigt wird, im Kontext assoziiert sind Werke der Sammlungen in den Lagerräumen. – Teilnehmerzahl: 16 StudentInnen.
2. Pfingstwochenende, 28. – 31. Mai: nach München. Mein neuer wisssenschaftlicher Mitarbeiter, Sören Grammel, zur Zeit noch Kurator am Münchner Kunstverein, wird Einblick in die kuratorische Arbeit und in sein aktuelles Ausstellungskonzept geben. Außerdem können die Münchner Sammlungen alt und neu besichtigt werden. - Teilnehmerbeschränkung: 15 StudentInnen. Sören Grammel hat sich bereit erklärt, für einige private Unterkünfte zu sorgen.
3. 02. – 04. Juli: Exkursion nach Bonn – 2. Station Ausstellung Mona Hatoum – und Köln, Museen und Ausstellungen, Aachen, Kunstverein. Volker Adolphs, Kurator der Hatoum – Ausstellung in Bonn, wird seine Präsentation mit StudentInnen diskutieren. Im Kunstverein Aachen wird uns Dana Meyer die Arbeit des Vereins erläutern. - Teilnehmerzahl: 16 StudentInnen
Bitte Aushänge am Informationsbrett
gegenüber vom Eingang der Diathek beachten.
Fahrt: Mit Hessen, Niedersachsen etc.
Ticket. Übernachtungen in Jugendherbergen, soweit keine
Privatübernachtungsmöglichkeiten vorhanden.
Vorbesprechung für alle Exkursionen: Di., 20. April 17h15, Hörsaal, NoB
Sören Grammel
Tel.: 0179/6854696
Fax: 804-5445
Sprechstunde: nach
Vereinbarung
Seminar: Kuratorisches Handeln (I)
Zeit: dienstags,
15h00 – 17h00
Ort: Hörsaal, NoB
Beginn: 08. Juni 2004
Was ist Kuratieren? Wer kuratiert? Welche Möglichkeiten kennzeichnen die Auseinandersetzung mit dem Medium Ausstellung? Was bedeutet der Ausstellungskontext für zeitgenössische Kunstproduktion?
Das Seminar beinhaltet eine 4–tägige Exkursion (1 Tag Anreise, 2 Tage Programm, 1 Tag Abreise) nach München vom 28. Mai – 31. Mai 2004. Ausstellungsbesuche und Gespräche mit AusstellungsmacherInnen stehen auf dem Plan.
Der wöchentliche Seminarbetrieb beginnt am Dienstag, den 08. Juni 2004, nach der Exkursion. Sören Grammel ist Kurator am Kunstverein München.
Tina Strippel M.A.
Tel.: (0561) 8905632
Fax: 804-5445
e-Mail:
Sprechstunde: nach
Vereinbarung
Proseminar: Partizipation und Interaktion
Formen der Publikumsbeteiligung in der
modernen Kunst
Zeit: montags,
14h00 – 16h00
Ort: SR, NoB
Beginn: 26.04.2004
Während die erste Art der Publikumsbeteiligug an der modernen Kunst Aktionen heftigsten Widerstands waren – Manets Frühstück im Grünen wurde bespuckt – wurde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts mit großem didaktischem Aufwand versucht, das Publikum für moderne und Gegenwartskunst zu öffnen (Bazon Brocks Besucherschule auf der documenta 5, 1972). Gleichzeitig haben Künstler realisiert, dass das reine Angebot nicht ausreicht, haben strukturell und medial auf die Situation reagiert und formen ihre Werke so, dass das Publikum auf neue Weise beteiligt wird.
Das Seminar beschäftigt sich mit Formen der Partizipation und Interaktion und der Art und Weise, wie diese dem Publikum vermittelt werden. Es richtet sich vor allem an Studienanfänger und bietet eine Einführung in den wissenschaftlichen Umgang mit moderner und zeitgenössischer Kunst, zur Belebung der Diskussion sind jedoch auch Studierende höheren Semesters willkommen.
Tel.: 804 – 5326
Fax: 804 – 5445
Sprechstunde: nach Vereinbarung,
Proseminar: Der chinesische Chan Buddhismus
und seine Beziehungen zur chinesischen Kalligraphie und Zeichenkunst
(Für alle
Interessierte)
Zeit: mittwochs, 18h00 – 20h00
Ort: NoB, SR
Beginn: 28.04.2004
Europäer denken meist bei Buddhismus an den japanischen Zen Buddhismus und an eine Haltung, die mit einer inneren Versenkung einhergeht. Der chinesische Chan Buddhismus ist auch eine humoristische Bewältigung von sozialen Konflikten, seien es welche im Alltag oder aber mit der politischen Macht. Der Humor ist seit langem eine chinesische Kunst des Lebens gewesen. In diese Materie wird das Seminar versuchen einzuführen.
Studentisches
Projekt
Bestimmungsübungen
Zeit: montags
10.00 h – 12.00 h
Ort: NoB SR
Beginn: 26.04.04
Dieses studentische Projekt richtet sich vor allem an Studienanfänger und Studierende, die im Hinblick auf eine Prüfung ihr kunstgeschichtliches Gedächtnis etwas aufpolieren wollen.
So soll anhand zahlreicher Bildbeispiele aus allen künstlerischen Gattungen die Beschreibung und zeitliche Einordnung von Kunstobjekten geübt werden. Der Vermittlung eines kunstwissenschaftlichen Grundwortschatzes sowie der Entwicklung eines individuellen „Bildergedächtnisses“ kommt hierbei eine besondere Rolle zu.
Dieses Projekt ist nicht als eine Überblicksvorlesung zu verstehen. Vielmehr kann sich die volle Wirkung nur entfalten, wenn jeder der Teilnehmenden sich aktiv an der Gestaltung beteiligt.
Pamela Levertz (Fon 4006664)
Christina Mordhorst (Fon 7395618)
Tel.: (0561) 76690378
e-mail: f.froehlich@museum-kassel.de
Seminar: „The
Victorians“ – Britische Malerei 1837 - 1901
Zeit: mittwochs, 16h00 – 18h00
Ort: SR, NoB
Beginn: 28.04.2004
Sprechstunde: nach Vereinbarung
Viktorianische Malerei war lange Zeit ein ungeliebtes Kind der Kunstgeschichtsschreibung. Mit dem Tod William Turners im Jahr 1851, so die im 20. Jahrhundert vorherrschende Meinung, sei die britische Kunst in der Bedeutungslosigkeit versunken und habe selbst in ihren besten Momenten nur zweitklassige Imitationen der französischen Avantgarde hervorgebracht. Erst in den 1970er Jahren vollzog sich eine Neubewertung – ausgehend von der Kunst der Präraffaeliten, deren revolutionärer und zugleich sentimental – nostalgischer Gestus sowohl Kunsthistoriker als auch das breite Publikum erneut zu faszinieren begann.
Statt der Künstler des 19. Jahrhunderts hinsichtlich ihrer Rolle als Vorboten der französisch geprägten Moderne zu bewerten, kann man sie auch aus ihrer Zeit heraus verstehen, eingebettet in ihren historischen und kulturellen Kontext. Und sieht man die Entwicklung hin zur Abstraktion, wie sie in Turners Spätwerk bereits vorgezeichnet scheint, nicht als den Königsweg einer kunstgeschichtlichen Evolution, so erscheint die viktorianische Kunst in ihren interessantesten Ausformungen nicht als Rückschritt, sondern vielmehr in einer Linie mit dem Symbolismus der Jahrhundertwende und verschiedenen Strömungen der figurativen Malerei des 20. Jahrhunderts.
Das Seminar soll einen Überblick über die Malerei der viktorianischen Epoche geben, wobei der Schwerpunkt auf die „High“ und „Late Victorians“ gelegt werden soll, weniger auf Künstler die im ersten Jahrzehnt der Regierungszeit von Königin Victoria tätig waren und mehr mit der englischen Romantik assoziiert werden. Zur Malerei können andere Gattungen hinzutreten, wenn sich direkte Berührungspunkte ergeben, etwa im Fall des Bildhauers Alfred Gilbert oder des Zeichners Aubrey Beardsley, der paradigmatisch für die englische „decadence“ der 1890er Jahre steht. Weitere Vorschläge sind willkommen.
Einführende Literatur:
Viktorianische Malerei. Von
Turner bis Whistler. München 1993.
The
- Bd. 6: Romantics to Victorians.
-
Bd.
7: The Later Victorian Age.
Vincent,
Bergmann, Eckart: Die Präraffaeliten. München 1980.
Themenvorschläge für Referate:
Franz Xaver Winterhalter und die königliche Familie
Edwin Landseer
William Holman Hunt
John Everett Millais
Dante Gabriel Rossetti
Edward Burne – Jones
William Morris
William Powell Frith und die viktorianische Genremalerei
Ford Madox Brown
George Frederic Watts
Frederic Leighton
Noel Paton, Richard Dadd und Shakespeares Sommernachtstraum
James Abbott McNeill Whistler
James Tissot
Tendenzen in der
Landschaftsmalerei
Der viktorianische Akt
Hubert von Herkomer, Luke Fildes und sozialer Realismus in der Malerei
Walter Sickert und der New English Art Club
Aubrey Beardsley
Alfred Gilbert und die New Sculpture
John Singer Sargent
Tel.: (0561) 3165530 od. 7874098
e-mail: f.scharf@documentaarchiv.de
Seminar: Vom
Bauhaus zur Idee der visuellen Kommunikation: Streifzüge durch die Geschichte
moderner Gestaltung
(Basisklasse
Visuelle Kommunikation/Kunstwissenschaft)
Zeit: montags, 18h30 – 20h00
Ort: Hörsaal, NoB
Beginn: 26.04.2004
Die Aufgaben der visuellen Kommunikation erscheinen zu wichtig, als dass Grafiker, Designer, Fotografen sie allein den Konzernen überlassen dürften. Diese Forderung von dem namhaften Gestalter Otl Aicher gilt gleichermaßen dem Dilemma der heutigen visuellen Überflutung als auch zweifelhaften Modeerscheinungen auf dem Gebiet der angewandten Künste. Mithin sollte die Sprache der Bilder und Zeichen einer verantwortungsbewussten Kommunikationskultur entsprechen. Aktuell geblieben sind damit auch Gedanken von Walter Gropius. Das Seminar unternimmt mit diesen Ausgangsüberlegungen Streifzüge durch die Geschichte moderner Gestaltung: vom Bauhaus bis zu gegenwärtigen Phänomenen angewandter Kunst. Doch sind – wie zu thematisieren sein wird – heute noch die Grenzen zur so genannten „autonomen Kunst“ fließend. Über die rein kunsthistorische Seminararbeit hinaus ist vorgesehen, kleinere Exkursionen durchzuführen, wie nach Dessau bzw. Weimar (Bauhausmuseum) oder nach Frankenberg (Fabrikation der Gebrüder Thonet). Begleitet wird das Seminar außerdem von Dokumentarfilmen (z.B. zu Walter Gropius oder Mies van der Rohe) sowie etwa durch eine Stadtbegehung, bei der unsere alltägliche Wahrnehmung von kommerziellen Bildwelten besprochen wird.
Themenliste:
Universitätsbibliothek Kassel -
Kunsthochschulbibliothek
Führungen und Schulungsangebot SS 2004
Rundgang durch die Bereichsbibliothek. Erster Einblick in die Benutzung der Bereichsbibliothek. Alle wesentlichen Informationen zur Ausleihe, Informationen zum Bestand und zur Aufstellungssystematik. Kurzeinführung in die Bestandskataloge.
Zielgruppe: (Neue) Nutzerinnen und Nutzer, die keine oder nur wenige Kenntnisse über die Benutzung der Bereichsbibliothek haben.
Dauer: ca. 1 Stunde
Termine: am 28.04. 2004, um 11h00, sowie am
06.05.2004, um 10h00
Treffpunkt: Ausleihbereich der Kunsthochschulbibliothek, Menzelstr. 13
·
Einführung in die Nutzung der Online-Kataloge (OPAC
und Hebis-Retro)
Inhalte der Bestandskataloge, Recherchemöglichkeiten, Tipps und Tricks zur formalen und sachlichen Suche, Trefferanzeige, Ausdrucken und Abspeichern, Vormerken sowie Verlängern ausgeliehener Bücher. Mit Übungen.
Zielgruppe: (Neue) Nutzerinnen und Nutzer, die noch keine oder wenig Erfahrung mit den Online-Katalogen OPAC und Hebis-Retro haben.
Dauer: ca. 1,5 Stunden
Termin: 19.05.2004, um 14h15
Treffpunkt: Kunsthochschule, Atrium, Raum 65A
Sollten Sie Interesse an einer Teilnahme haben, so melden Sie sich bitte bis 3 Tage vor dem Termin persönlich oder telefonisch (0561/804 -5335) in der Kunsthochschulbibliothek an.
Die fachbibliographische Datenbank BHA wertet mehr als 3000 Zeitschriften aus und verzeichnet auch monographische Literatur zur Europäischen Kunst von der Spätantike bis zur Gegenwart und amerikanische Kunst von den europäischen Entdeckungen bis zur Gegenwart.
Vermittelt werden grundlegende Recherchetechniken und Suchstrategien, Anzeige- und Ausgabemöglichkeiten. Mit Übungen.
Zielgruppe: Studierende, die insbesondere Aufsätze zu kunstwiss. Themen suchen wollen.
Dauer: ca. 1,5 Stunden
Termine: 19.05.2004, um 16h00, sowie
17.06.2004, um 11h00
Ort: Kunsthochschule, Atrium, am 19.05.04, Raum 65A, am 17.06.04, Raum 64
Sollten Sie Interesse an einer Teilnahme haben, so melden
Sie sich bitte bis 3 Tage vor dem Termin persönlich oder telefonisch
(0561/804-5335) in der Kunsthochschulbibliothek an.
Museum für Astronomie und Technikgeschichte mit Planetarium
Orangerie
Karlsaue 20c
34117 Kassel
Tel. 0561/715435
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 – 17 h
Naturkundemuseum im Ottoneum
Steinweg 2
34117 Kassel
Tel. 0561/787-4014
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 – 17 h
Brüder Grimm Museum
Palais Bellevue
Schöne Aussicht 2
34117 Kassel
Tel. 0561/787-2033 und 787-2032
Öffnungszeiten: täglich von 10 – 17 h, an Feiertagen Sonderregelungen
Museum Fridericianum
Friedrichsplatz 18
34117 Kassel
Tel. 0561/70727-20
Email: info@documenta.de
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag 11 – 18 h, (zum Ausstellungsende bis 23h00)
Neue Galerie, Staatliche und Städtische Kunstsammlungen
Schöne Aussicht 1
34117 Kassel
Tel. 0561/709630
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 – 17 h
Museum für Sepulkralkultur
Weinbergstr. 25-27
34117 Kassel
Tel. 0561/91893-0
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 – 17 h, Mittwoch 10 – 20 h
Hessisches Landesmuseum und Deutsches Tapetenmuseum und Torwache am Hessischen Landesmuseum
Brüder-Grimm-Platz 5 und 6
34117 Kassel
Tel. 0561/7846-0
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 – 17 h
(Torwache: Di – So 10-12 und 14-17 h)
Stadtmuseum Kassel
Ständeplatz 16
34117 Kassel
Tel. 0561/787-1400/4105
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 10 – 17 h, Sonntag 10 – 17 h
Bahnhofsplatz 1
34117 Kassel
Tel. 0561/776499
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 14 – 20 h, Samstag – Sonntag 12 – 20 h
Schloß Wilhelmshöhe: Antikensammlung, Galerie Alte Meister, Graphische Sammlung, Ballhaus, Löwenburg, Weissensteinflügel
Schlosspark 3
34131 Kassel
Tel. 0561/9377-7 (Weissensteinflügel: 9357100 – Löwenburg: 9357200)
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 – 17 h
Diathek Fachgebiet Kunstwissenschaften
Menzelstr. 13
34127 Kassel
Tel. 0561/804-5403
Öffnungszeiten: Mo – Fr 9.00 – 12.00 h
BB 8, Kunsthochschulbibliothek
Menzelstr. 13
34127 Kassel
Tel. 0561/804-5335
Öffnungszeiten: Mo. – Fr. 9-18 h (im Semester), Mo. u Di. 9-18 h, Mi. u. Do. 9-16 h, Fr. 9-14h30 (in den Semesterferien)
Documenta-Archiv für Kunst des 20. Jahrhunderts
Präsenzbibliothek
Untere Karlsstr. 4
34117 Kassel
Tel. 0561/7874022
Öffnungszeiten: Di., Mi., Fr. 10 – 14 h, Do. 10 – 17 h
GhK Bibliothek und Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel (Brüder-Grimm-Platz 4)
Diagonale 10
34127 Kassel
Tel. 0561/804-2166
Öffnungszeiten: Mo. – Fr. 10 - 18 h, Sa 10 – 13 h
(Die genauen Öffnungszeiten der GhK-Bereichsbibliotheken
können Sie aus dem Vorlesungverzeichnis ersehen.)
Staatliche Museen Kassel, Museumsbibliothek
Präsenzbibliothek
Schloß Wilhelmshöhe
34131 Kassel
Tel. 0561/9377628
Öffnungszeiten: Mo. – Do. 9 – 13 h und Fr. 8 – 12. h
Stadtbibliothek Kassel
Rathaus
34112 Kassel
Tel. 0561/787-4013
Öffnungszeiten: Mo. – Fr. 11 – 18 h, Mi. 11 – 13 h
Bibliothek des Zentralinstituts und Museum für Sepulkralkultur
Weinbergstr. 25-27
34117 Kassel
Tel. 0561/9189321
Öffnungszeiten: Mo. – Do. 10 – 15 h, Fr. 10 – 13 h
Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen
Platz der Göttinger Sieben 1
37070 Göttingen
Tel. 0551/395231
Öffnungszeiten: Mo. – Fr. 9 – 22 h, Ausleihe: 9.30 – 16 h,
Sa 10 – 17 h, Ausleihe 11 – 12.30 h
Im selben Gebäude: Klassische Archäologie sowie Christliche Archäologie und Byzantinische Kunstgeschichte
Nikolausberger Weg 15 (neben der UB)
37070 Göttingen
Tel. 0551/395092 bzw. 395433
Öffnungszeiten im Semester: Mo - Fr 9 – 18 h, in den Semesterferien: Mo - Fr 10 - 17 h