Wie definiert sich Fotografie auf dem heutigen Zeitungsmarkt? Sind die redaktionellen Bildbeiträge bloßer Füllstoff zwischen Text und Anzeigenkunden? und was wollen wir eigentlich?
Wie definiert sich Fotografie auf dem heutigen Zeitungsmarkt? Sind die redaktionellen Bildbeiträge bloßer Füllstoff zwischen Text und Anzeigenkunden? und was wollen wir eigentlich?
Die geplante Zeitungsbeilage »DAS LEBEN DER INFAMEN BILDER« kombiniert zeitgenössische, experimentelle Fotografie verschiedener junger Autoren in unkonventioneller Art. Der agressive Umgang mit künstlerischen Beiträgen und Werbeanzeigen ist hierbei tragendes Element der Konzepiton. Die Überlagerung, Verdrängung und Vernetzung möchte als Kommentar zur Entwicklung in der Informationsökonomie verstanden werden.
Der Arbeitstitel »DAS LEBEN DER INFAMEN BILDER« spielt auf den Essay »Das Leben der infamen Menschen« (1977) von Michel Foucault an, in dem er die Kollision von mächtigen und »unrühmlichen« Menschen im 17. und 18. Jahrhundert beschreibt.
Geplant ist eine auf Zeitungspapier gedruckte Publikation in der Größe von 57 x 40 cm. Der Umfang beträgt 25 bis 35 Seiten im 4-Farbdruck. Die Gestaltung beschränkt sich auf ineinander gelegte, vollformatig gedruckte Bildmotive. Durch die daraus resultierende Verschränkung der Fotografien wird der Betrachter dazu angehalten, die einzelnen Bögen herauszunehmen, um das komplette Bildmotiv erfassen zu können.
Der Entwurf und die Konzeption sind weitgehend ausgearbeitet. Die Redaktion sucht derzeit den Kontakt zu verschiedenen Zeitungen, Verlagen und Sponsoren.