Skulpturentour als Unterricht

Der Kunstkurs Q2 des Carolus-Magnus Gymnasiums Marsberg mit Lehrer Jörg Lütkemeier (hinten Mitte) und Künstler Jonas Grubelnik (vorne links) hatte viel Spaß in der Ausstellung Skulptur Bredelar im Kunst Raum Sauerland. © Katja Finke

„Rostlauben, Stahlfiguren oder was gibt es im Kunst Raum Sauerland im Kloster Bredelar zu sehen?“ Diese mit einem Augenzwinkern im Vorfeld gestellten Fragen können die Schülerinnen und Schüler des Kunstgrundkurses Q2 des Carolus-Magnus Gymnasiums in Marsberg nun beantworten.

Sie hatten Gelegenheit, die Ausstellung „Skulptur Bredelar Eisen 2018“ im Kunst Raum Sauerland im Kloster Bredelar zu bewundern. An diesem frühherbstlichen Morgen wurden sie mit ihrem Lehrer Jörg Lütkemeier von Künstler Jonas Grubelnik (Kunsthochschule Kassel) empfangen, der ihnen die einzelnen Werke der Ausstellung vorstellte. Konzentriert und interessiert folgten die Jugendlichen Grubelniks Erklärungen. Sie erfuhren dabei Wissenswertes zu den verschiedenen Kunstwerken, aber auch viel Persönliches. Besonders der Entstehungsprozess der Kunstwerke rückte in den Mittelpunkt. Im lockeren Gespräch diskutierten sie, was eine Skulptur ausmacht und entdeckten, dass diese durchaus eine multimediale Angelegenheit sein kann. „Wenn man eine Skulptur betrachtet, fragt man sich, was hat diese für einen Sinn? Zuerst sieht man das, was man sehen möchte, interpretiert individuell. Mit der fachlichen Erklärung verändert sich auch die eigene Wahrnehmung noch einmal“, fasst Johanna Dören das Erlebte zusammen.

Besondere Aufmerksamkeit erregten die Arbeiten der drei jungen Nachwuchskünstler*innen. Für Leonard Fahle liegt auf der Hand, dass Elejan van der Velde mit seinem Berg aus Metallspäne in jedem Fall das größte Werk schaffen wollte. Als es plötzlich unvermutet von der Decke regnet, wird klar, hier steckt mehr dahinter. „Den Prozess beobachten zu können, wie sich Eisen verändert und wie aus Metallresten ein Kunstwerk wird“, findet auch Illi Eikler spannend. Überhaupt sind es die interaktiven Kunstwerke, die die Schüler faszinieren. So wie die Darstellung von nicole/voec (Kunsthochschule Kassel), bei der sich durch die Berührung von zwei Eisenfäden die Bildprojektion an der Wand und die Hintergrundmusik verändert. „Neben den klassischen Skulpturen aus Eisen und Stahl auch solche Werke vorzufinden, hatte ich nicht erwartet“, zeigt sich Ronja Lichan begeistert.

„Im Kunstunterricht lernst du, der Welt mit offenen Augen zu begegnen. Das künstlerische Handeln hilft, die eigene Persönlichkeit fantasievoll zu entfalten und kreative Talente zu entdecken“, ist Kunstlehrer Jörg Lütkemeier überzeugt. Die Schüler möchten mehr von Jonas Grubelnik wissen. Die Frage, ob er auch mal frustriert sei, wenn ein Kunstwerk nicht gelingt, beschäftigt die Gemüter. Seine Antwort ist ehrlich: „Künstlerische Krisen gehören dazu. Zuerst fängt man an, die Idee in Frage zu stellen. Danach auch sich selbst. Wichtig ist, dass man aus jeder Krise gestärkt hervorgeht und diese einen auf seinem Weg weiterbringt“, versucht er zugleich Mut zu machen.

Die Jugendlichen sind zufrieden. Einige von Ihnen planen bereits, die eine oder andere Idee selbst einmal umzusetzen. Genau diese Kreativität von Kindern und Jugendlichen zu wecken und zu fördern, liegt auch Dr. Marc Zoellner, Geschäftsführer Accumulatorenwerke HOPPECKE Carl Zoellner & Sohn GmbH am Herzen. So war es für ihn selbstverständlich, die Besuche der Ausstellung Skulptur Bredelar durch Schulklassen dahingehend zu unterstützen, dass sein Unternehmen die Fahrtkosten nach Bredelar übernimmt. Wer ebenfalls als Schulklasse die Skulpturenausstellung besichtigen möchte, schreibt eine Email an marketing[at]skulptur-bredelar.de

Pressetext
Katja Finke
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