02.11.2017 – 03.11.2017 11:00 Uhr

„Die Kasseler Kunstakademie – Diskurse aus der Gründungsphase vor 240 Jahren“

An die Gründung der Kasseler Kunstakademie vor 240 Jahren erinnert am 02.-03.11.2017 ein Symposium der Universität Kassel (Kunsthochschule). Eröffnet wird die Veranstaltung am 2. November um 11 Uhr im Naturkundemuseum im Ottoneum, einst Ort des Collegium Carolinum, aus dem sich die Kunstakademie entwickelte.

Die Organisation der Künstlerausbildung in Kassel im ausgehenden 18. Jahrhundert wird in ihren Grundsätzen, Methoden und tragenden Personen diskutiert. Beiträge zur wirtschaftlichen und politischen Situation in Kassel erläutern die Umstände der Akademiegründung. Diskutiert wird dabei auch die immer wieder aktuelle Frage: wer braucht eine solche Institution Kunstakademie? Wie sieht das Verhältnis von Kunstpolitik und akademischer sowie künstlerischer Freiheit aus, welche inhaltlichen und personellen Verbindungen innerhalb der Region und zu anderen Akademien sind zu erkennen?

Der Beginn der 1777 gegründeten Kasseler Kunstakademie war geprägt durch einen Fürsten und einen Akademiedirektor aus der vielseitigen Maler-Dynastie Tischbein, beide den Ideen der Aufklärung verpflichtet. In der Zeit vor der französischen Revolution entwickelte sich die Kunstakademie zu einer geschätzten Institution, an der zu Beginn auch Frauen zugelassen waren. Den Strategien der Gründungsväter (Stipendienpolitik, Auswahlverfahren) soll ebenso nachgegangen werden wie den Lebensläufen der Künstlerinnen. Hierzu bieten Workshops in den Museen vor den Objekten vertiefende Einblicke in die Kasseler Kunstszene vor 1800. 

Ein besonderer Höhepunkt des Symposiums ist die Podiumsdiskussion am 03.11.2017 um 17.30 Uhr, die die führenden Köpfe der damaligen Kunstszene ins Gespräch bringt. Dadurch kann mehr Transparenz in das kulturelle Netzwerk und die Wechselwirkungen mit anderen Institutionen im In- und Ausland gebracht werden. Die Texte werden von Schauspielern der Schule für darstellende Künste gesprochen.

Bei der Buchpräsentation „Geeignet, junge Künstler zu belehren“ beleuchtet Martina Sitt zusammen mit weiteren Autor*innen erstmalig auch die Schicksale der Schüler der Kasseler Kunstakademie und die Politik der Ehrenmitgliedschaften.

Das Symposium wird gefördert von der Hessischen Kulturstiftung. Die Teilnahme am Symposium ist kostenfrei. Anmeldung erbeten bis zum 30.10.2017 via E-Mail an: symposium-akademie-kassel[at]web.de

Alle weiteren Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer.

Termine:
Donnerstag, 2. November, 11 bis 20 Uhr
Freitag, 3. November, 10 bis 20 Uhr

Veranstaltungsorte:
Naturkundemuseum im Ottoneum
Steinweg 2, 34117 Kassel

Kunsthochschule Kassel
Menzelstraße 13–15, 34121 Kassel

Neue Galerie
Schöne Aussicht 1, 34117 Kassel

Stadtmuseum
Ständeplatz 16, 34117 Kassel

Gemäldesammlung
Schloss Wilhelmshöhe, 34131 Kassel

Veranstalter:
Universität Kassel, Kunsthochschule
Prof. Dr. Martina Sitt
Lehrstuhl für Mittlere und Neuere Kunstgeschichte

Verein für Hessische Geschichte und Landeskunde 1834 e. V.
Zweigverein Kassel




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