© Tanja Böhme

22.03.2017 – 26.03.2017

„Living with animals” Conference in Richmond

Tanja Böhme, Studentin der KhK, nimmt an der 3. Konferenz „Living with animals” in Richmond Kentucky USA teil. Im Rahmen der Konferenz werden 4 Videoarbeiten („Aletheia“, „La Louve“, „Loup“, „Sophia“) von Tanja Böhme gezeigt. Zudem hält sie einen Vortrag zu ihren Arbeiten und bietet eine Performance mit dem Titel "Gazing at Sophia" an.

Die Arbeiten von Tanja Böhme sind geprägt von philosophischen Ansichten zu den Themen: „wer ist der Mensch“, „wer ist das Tier“, „wer ist der Andere“ und „wer sind wir in unserem Sein“. Ist das was wir im Anderen sehen, wirklich und wahr? Feministische Theorie und die Schriften Jacques Derridas sind für Böhme eine bedeutende Quelle der Inspiration. Ihre Videoarbeiten spielen mit dem Blick, dem angeblickt werden, dem Sehen.

Ein anderer wichtiger Aspekt von Böhmes Arbeiten ist die Symbolhaftigkeit von Tieren, die sich in Fabeln, Märchen und den Religionen zeigen und über die Jahrtausende auch oft ihre Bedeutung verändert bzw. gewechselt haben. Beispielsweise begann die Domestizierung von Tieren vor ca. 10.000 Jahren mit der ersten Haltung von Schafen und Ziegen als lebendes Ernährungsreservoir. Aus der traditionell männlichen Aufgabe, Tiere zu jagen, entwickelte sich die Aufgabe, die Tierherden zu hüten. Damit wurde der Grundstein für eine patriarchal geordnete Gesellschaft gelegt. Dieses Gesellschaftsbild zu hinterfragen ist eines von Böhmes Anliegen.




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