Das Hochhaus als Leitmotiv des 33. Kasseler Dokfestes verweist auf die zentralen Fragen des diesjährigen Festivals.

15.11.2016 – 20.11.2016

Politische Absurditäten, besondere Biographien, künstlerischer Leichtsinn

Die Eröffnung des Festivals am 15. November um 19.30 Uhr im Gloria Kino zeigt drei Weltpremieren aus Hessen, die die Frage danach, in welcher Welt wir leben wollen, lokal als auch über die Landesgrenzen hinweg erkunden: Der Langfilm EUROPA – EIN KONTINENT ALS BEUTE von Christoph Schuch thematisiert den fragilen Friedensprozess in Europa unter dem Einfluss ökonomischer und privatwirtschaftlicher Interessen, sowie zwei Kurzfilme von Studierenden der Kunsthochschule Kassel KASSEL 9.12. von Arianne Waldner Bingemer und LUFTSCHLOSS (ÜBER DEN WOLKEN) von Tobi Sauer.

Insgesamt präseniert das 33. Kasseler Dokfest (15.-20.11.16) in diesem Jahr 256 Filme, darunter 123 Premieren, 16 Medieninstallationen in der Ausstellung Monitoring, 19 VJs und DJs in der DokfestLounge, den 7. Hessischen Hochschulfilmtag, zahlreiche Referent/innen im Rahmen von Profis Plaudern Praxis VIII / PraxisDokfest, im DokfestForum und bei der Workshop-Fachtagung interfiction sowie in den Sonderprogrammen. Zudem werden zwei Künstler/innen der documenta 14 in dem Sonderprogramm DOCUMENTS FROM THE SOUTH – Eine Begegnung von documenta 14 und Kasseler Dokfest Einblick in ihr Schaffen geben.

Die Ehrenpreisträgerin des diesjährigen Festivals, Rotraut Pape, hat zwei Programme zusammengestellt, die im Kasseler Planetarium präsentiert werden. Zur Preisverleihung am Samstag, 19.11.16 um 21 Uhr, in der Weinkirche werden zudem folgende Festivalpreise vergeben: junges dokfest: A38-Produktions- Stipendium Kassel-Halle (4.000 €), Golden Cube (3.500 €), Goldener Schlüssel (5.000 €), Goldener Herkules (3.000 €).


Das Hochhaus als Leitmotiv des 33. Kasseler Dokfestes verweist auf die zentralen Fragen des diesjährigen Festivals, die sich im Spannungsfeld zwischen individueller Selbstbestimmung und Privatsphäre, und dem gemeinschaftlichen Zusammenleben bewegen. In welchen Kategorien urteilen wir über Menschen, und welche Konsequenzen erwachsen daraus? Wie soll und kann Orientierung gefunden werden in einer mehr und mehr standardisierten, uniformierten Welt? Welche individuellen Ausbrüche sind möglich? Und welche Utopien sind denkbar und lebbar? Viele der diesjährigen Arbeiten beschäftigen sich mit Grenzen und Begrenzungen, und als eindringlicher Blick und Warnung werden zudem unterschiedliche Aspekte von Militarisierung im Alltag und auch im Verborgenen der politischen Öffentlichkeit verhandelt. So auch in der Sonderausstellung von Studierenden aus Kassel und Leipzig im Interim am Kulturbahnhof, AREA OF INTEREST – Waffen – Blicke – Rüstung und die Filme WAFFEN oder DO NOT RESIST. GRUNDRAUSCHEN, A LEAK IN PARADISE und das Kurzfilmprogramm BILDSCHIRMGEMEINSCHAFTEN thematisieren den Einfluss medialer und politischer Gewalten.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Pressemitteilung oder unter www.kasselerdokfest.de




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