16.11.2018 11:30 UHR

PROFIS PLAUDERN PRAXIS X / PRAXISDOKFEST

Nach dem Studium des bewegten Bildes – Mit den eigenen Kenntnissen einen Beruf machen, Teil II.

Von Kollegen und Kolleginnen lernen, sich „Nach dem Studium des bewegten Bildes – Mit den eigenen Kenntnissen einen Beruf machen“: Das ist auch in diesem Jahr unser Profis Plaudern Praxis X / PraxisDokfest Thema. 

Wir lassen Alumni und Gründerinnen erzählen, wie sie nach dem Studium ihren Weg gefunden haben: Von regional bis international, von frei künstlerisch bis angewandt, vom autonomen Kunst-Projekt bis zur Auftragsarbeit. Die Unterschiedlichkeit der Beispiele soll Studierende dazu anregen, neue Wege zu wagen und eine eigene Definition von Erfolg und Karriere zu entwickeln. Diese Veranstaltung soll dazu beitragen, dass Studierende den Mut und das Handwerkszeug besitzen, ihre Visionen und Ideale in der Praxis nach der Hochschule zu bewahren, umzusetzen und finanziell tragbar zu machen.

Kurz-Vorträge eröffnen neue Perspektiven. In anschließenden Einzelgesprächen wird auf individuelle Fragen eingegangen.

Die Anmeldung zu den Einzelgesprächen ist geöffnet!

Teilnahme nur mit Voranmeldung und vorheriger Zur-Verfügung-Stellung von Projekten, über die individuell gesprochen werden soll.

Die Expert*innen stehen für Einzelkorrekturen und Gespräche zu Verfügung. Interessierte Studierende und Filmemacher/innen können im Vorfeld einen maximal zwanzigminütigen Beratungstermin vereinbaren. Sie haben dabei die Gelegenheit ein Feedback zu ihrer Arbeit bzw. ihrem Projekt zu bekommen und mögliche Strategien für ihre Weiterentwicklung zu entwerfen. 

Die Vorträge und Einzelgespräche richten sich vorranging an Studierende aus dem Netzwerk der hessischen Film- und Medienakademie (hFMA) und an die Teilnehmer/innen des 9. Hessischen Hochschulfilmtages, sie sind aber auch für andere am Thema Interessierte geöffnet. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Anmeldungen für Einzel-Korrekturen und Gespräche, bis zum 11.11.18 bei Kathi Seemann:
seemann[at]kasselerdokfest.de. Eine kurzfristige Teilnahme ist nur möglich, wenn noch freie Plätze zur Verfügung stehen. 

Die Referent*innen nehmen nach Möglichkeit am 15.11.18 am 9. Hessischen Hochschulfilmtag teil, um sich ein Bild der teilnehmenden Projekte zu machen. Studierende haben damit die Gelegenheit, bereits im Vorfeld Kontakt zu den Referent*innen aufzunehmen, die am Freitag für Einzelgespräche zur Verfügung stehen.


Programm-Ablauf, Freitag 16.11.2018 – 
Ort: Medienprojektzentrum Offener Kanal (KulturBahnhof, Kassel) 

11.30 – 12.30 Uhr
Die Referent*innen der drei eingeladen Projekte berichten in einem Vortrag und Panel über ihre Erfahrungen mit dem Studium des bewegten Bildes und ihre Berufswahl.
Vorträge ohne Voranmeldung, Eintritt frei, Sprache: Deutsch

11.30 Uhr
Stephan Zimmermann, Christian Stadach, Thomas Meudt von Tag & Nacht Media
Immer in Bewegung


Als Kreativer, der versucht mit seiner Passion Geld zu verdienen, steht man immer vor dem Spagat zwischen Selbstverwirklichung und Selbsterhalt. In unserem Vortrag möchten wir Euch davon erzählen, wie wir für uns mit dem Balance Akt zwischen Kunst und Kommerz umgehen, wie wir uns organisiert haben, worauf wir Wert legen, welche Erfahrungen wir in unserem Arbeitsalltag gemacht haben und warum es unsere Meinung nach wichtig ist immer in Bewegung zu bleiben. 

Das Tätigkeitsfeld von Tag & Nacht Media umfasst vor allem audiovisuelle Produktionen im Corporate- und Werbebereich, aber auch reine Musik und Audioproduktionen, sowie 2D- und 3D Animation, VFX und CI-Design. In der Regel werden unsere Projekte von der ersten Idee bis zur finalen Ausspielung in allen Bereichen direkt durch uns umgesetzt. Für Teilbereiche außerhalb unserer Kernkompetenz arbeiten wir mit einem breiten Pool an Freiberuflern zusammen. (Stephan Zimmermann, Christian Stadach, Thomas Meudt)


12.00 Uhr
Johannes Müller von Miller&Müller Film


Ein Film ohne Filmförderung schafft es ins Kino. Hintergründe zur Produktion des Kinofilms LANDRAUSCHEN
„Die Freude der Macher beim Machen überträgt sich auf das Publikum und öffnet unsere Herzen“. So lautet ein Satz aus der Jurybegründung für den Film Landrauschen zum Gewinn des Max Ophüls Preises 2018. Das Beispiel des Films LANDRAUSCHEN zeigt, dass es sich lohnen kann, schon frühzeitig an sein Publikum zu denken und dass dieses sogar in den Prozess des Filmemachens mit einbezogen werden kann. Der Produzent des Films Johannes Müller stellt vor, wie aus einem kleinem Spielfilmprojekt befreundeter Filmemacher eine lokale Bewegung wurde und schließlich ein bundesweiter Kinostart folgen konnte. Ziel ist es Motivation zu geben, unkonventionelle Wege der Filmproduktion und des Storytellings zu gehen und gleichzeitig die richtigen Fragen zu stellen. (Johannes Müller)


12.30 Uhr
Alicia-Eva Rost und Rafael Bujotzek von InZwischenZeit:Filme
In der Zwischenzeit gründe ich eine Firma - Als Frau beim Film 


Noch während des Studiums beschloss die Film- und Regiestudentin Alicia-Eva Rost, sich selbstständig zu machen. Einen Gründerzuschuss oder andere Förderungen gab es nicht. Daher musste sie mit Kreativität und genügend Hartnäckigkeit in dieser stark technologisierten und von Männern dominierten Sparte allein die Stirn bieten. 2016 wurde InZwischenZeit:Filme als „mutige Gründung“ mit dem hessischen Gründerpreis ausgezeichnet.

Seit der Gründung von InZwischenZeit:Filme ist nicht nur der Kundenstamm stetig gewachsen, auch das Geschäftsfeld hat sich signifikant vergrößert. Wurden zu Beginn fast ausschließlich werbliche Filme für Firmen produziert, sind inzwischen immer mehr journalistische Produktionen wie für die ARD-Sendung Anne Will, den SWR und das ZDF oder komplexe Animationen für Erklär- und Schulungsfilme hinzugekommen. Bei allen Aktivitäten konzipiert und produziert die Filmfirma emotional starke und überzeugende Filme, die stets allen Kriterien gerecht werden müssen: innovativ, bedingungslos und professionell. Die Arbeit für Soziale Medien wie Instagram und YouTube sowie aufwändigere Produktionen mit Kameradrohnen oder im Studio sind an der Tagesordnung. Immer mehr Anfragen dafür kommen aus dem Ausland oder von anderen Filmunternehmen, die InZwischenZeit:Filme um Unterstützung und Expertise bei Aufträgen bitten. (Alicia-Eva Rost und Rafael Bujotzek)


13:00 – 17:00 Uhr
Einzel-Korrekturen und Gespräche


Die Reihe „Profis Plaudern Praxis“ wird seit 2010 in Kooperation mit dem 35. Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest durchgeführt. Die Sektion versteht sich als Plattform für die Weiterbildung von Film- und Medienschaffenden. In Vorträgen und Workshops vermitteln Expert*innen fundiertes Praxiswissen und setzen sich mit neuen Entwicklungen in der Branche auseinander.

 

 




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