Foto: Markus Schrenk

12.06.2019 19:00 UHR

Was ist und gibt es propriozeptive Kunst?

Vortrag von Markus Schrenk

Viele Kunstwerke sind wesentlich visueller oder auditiver Natur (Gemälde, Photographien / musikalische Werke), Mischformen sind häufig (Oper, Theater, etc.). Seltener werden absichtlich die sogenannten chemischen Sinne angesprochen (das Riechen oder Schmecken), aber manche Werke (Happenings, Fluxus, Performance) binden ihre Rezipienten auch in ihrer Körperlichkeit mit ein und provozieren damit auch die Körpereigenwahrnehmung (Propriozeption).

Dieser Vortrag stellt aber die noch radikalere Frage, ob Propriozeption als eigener ästhetischer Sinn auftreten kann, und ob es Kunstwerke geben könnte (oder es sie sogar gibt), die essentiell propriozeptiver Natur sind, d.h. die die Wahrnehmung der eigenen Körperbewegung und -lage im Raum, des Gleichgewichts, der Muskelspannung und -dehnung, von Schmerz, Temperatur, Energie- und Stresslevel etc. zum Wesenskern haben. 

Ist also (rein) propriozeptive Kunst möglich? Neben theoretischen Antworten werden potentielle Beispiele für diese Kunstgattung gegeben.

Markus Schrenk ist Professor für Philosophie an der Universität Düsseldorf.

Termin & Ort
12.06.2019, 19 Uhr
Seminarraum 3140 / Südbau 3. Stock




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