22.07.2020 15:00 UHR

IT’S ABOUT TIME. KRITISCHE KUNSTVERMITTLUNG IN DIGITALEN ZEITEN

Gastvortrag von Sophie Lingg und Helena Schmidt

22.07.2020, 14:00-15:30 Uhr 

Online unter: bit.ly/31WrVIX

In ihrem Gastvortrag stellen Sophie Lingg und Helena Schmidt die von ihnen kuratierte Online-Publikation „IT’S ABOUT TIME. KRITISCHE KUNSTVERMITTLUNG IN DIGITALEN ZEITEN“ vor. Diese erscheint als 18. Ausgabe des e Journal der SFKP (Schweizerische Fachgesellschaft für Kunstpädagogik) und behandelt den Zusammenhang zwischen kritischer Kunstvermittlung und der postdigitalen Gegenwart. Die Ausgabe vereint experimentelle, technofeministische, (queer)feministische, dekoloniale und aktivistische Zugänge zu Nutzungsweisen digitaler Medien auf dem Feld der Kunst, Vermittlung und Bildung in der Schule, im öffentlichen Raum, im Museum, auf digitalen Plattformen und in der Forschung. 

It’s about Time widmet sich der Zeit als prägnantem Faktor für digitale und soziale Medien und Technologien. Der Titel adressiert Zeit im doppelten Sinne. Zum einen als Maßeinheit, die unseren digitalen Alltag prägt und zum anderen adressiert der Titel die im Netz verkürzten Abstände zwischen Aktion und Reaktion (nach Schütze 2016), die sowohl aktivistische Praxen als auch ganz banale Online-Situationen bestimmen. Dabei ist es wichtig, digitale Technologien und ihre Nutzung in der Vermittlung und darüber hinaus im Kontext der jeweiligen spezifischen machtpolitischen und materialistischen Entstehungsbedingungen von Technologien (nach Sollfrank 2018) zu betrachten.

Der Gastvortrag beschreibt die Setzung des Arbeitsschwerpunktes Zeit und Digitalität und stellt die einzelnen in der Publikation versammelten Perspektiven vor, die jeweils eng mit den jeweiligen künstlerisch-vermittelnden Praxen der Autor*innen verknüpft sind. Autor*innen sind: Konstanze Schütze, Tiefe Kümmernis, Kollektiv Feige, Malin Kuht, Ariana Dongus, Helen Stefanie, BIGLERWEIBEL, Helena Schmidt und Sophie Lingg. Link zum e Journal: https://sfkp

Sophie Lingg lebt und arbeitet in Wien. Als freie Kuratorin initiiert sie kollaborative Ausstellungsprojekte, entwickelt und setzt Vermittlungsformate um und wirkt in kollaborativen künstlerischen Projekten und Ausstellungen mit. Sie studierte Kunstvermittlung am Institut für das künstlerische Lehramt der Akademie der bildenden Künste Wien, wo sie derzeit Dissertation schreibt und lehrt. 

Helena Schmidt ist Kunstwissenschaftlerin und Kunstvermittlerin in Theorie und Praxis. Sie lehrt an der Akademie der Bildenden Künste in Wien, wo sie zum Bildbegriff sogenannter „poor images“ (nach Hito Steyerl) promoviert. 2015-2019 Assistentin im MA Art Education/BA Vermittlung in Kunst und Design an der Hochschule der Künste in Bern. Studium der Kunstvermittlung, Kunstgeschichte und Visuellen Kommunikation an der Hochschule der Künste Bern, Universität Bern, Universität Wien und FH JOANNEUM Graz. 




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