EXAMEN 2019: Jessica Kuttner und Mike Huntemann gewinnen den Förderpreis

Jessica Kuttner (Produktdesign) und Mike Huntemann (Visuelle Kommunikation) bekommen ein Preisgeld in Höhe von je 4.000 Euro. Foto: Lucas Melzer

Am Donnerstagabend (13.12.19) wurde im Rahmen der EXAMEN 2019 der Förderpreis der cdw Stiftung gGmbH ausgelobt. Jessica Kuttner (Produktdesign) und Mike Huntemann (Visuelle Kommunikation) sind die diesjährigen Preisträger*innen und bekommen ein Preisgeld in Höhe von je 4.000 Euro. Eine lobende Erwähnung erhielten die Produktdesignerinnen Susanne Wegerich, Saskia Drebes und Sarah Metz für ihre Arbeit „Intervention Food Hardware“.

Mit dem Förderpreis werden Abschlussarbeiten prämiert, die u.a. Spannung und Neugier auf weitere Arbeiten erzeugen. Das Preisgeld ist für die Anfertigung einer neuen künstlerischen Position vorgesehen, die die Preisträger*innen im Rahmen der EXAMEN 2020 ausstellen.

Die Jury sichtete 42 Arbeiten von Absolvent*innen und Meisterschüler*innen der Kunsthochschule, die vom 12. – 15. Dezember in der documenta-Halle ausgestellt sind. Der Jury gehörten an: Linda-Josephine Knop (Kunsthochschule Kassel), Maria Messerle (cdw Stiftung gGmbH), Tobias Rasch (Galerie Rasch), Julia Schleis (documenta und Museum Fridericianum gGmbH) und Klaus Stern (Dokumentarfilmer und Filmemacher).

Zu den Preisträger*innen:

Jessica Kuttner (Preisgeld 4.000 Euro)
Mit ihren „SUBCONSCIOUS THINGS“ – modulare Figuren für Familienaufstellung in der systemischen Therapie – legt Jessica Kuttner als Designerin ihren Fokus auf den Menschen und nicht nur glänzende Oberflächen. Sie überzeugt mit einer Gestaltung, die neutral und flexibel ist und zugleich Raum bietet, sich selbst persönlich in der therapeutischen Anwendung auszudrücken und zu positionieren. Gleichzeitig zeugen ihre Objekte von einem sensiblen Gespür für Material sowie von guten Kenntnissen der Designgeschichte.

Mike Huntemann (Preisgeld 4.000 Euro)
Mit seiner Installation „TikTok Takeover Casestudy“ reflektiert Mike Huntemann aktuelle Themen des (digitalen) Netzwerks und des Überwachungskapitalismus. Akribisch durchdringt Huntemann dieses Netzwerk sowohl persönlich als auch auf Ebene der dominierenden Konzepte. Dabei befasst er sich nicht nur thematisch mit dem Medium, sondern bearbeitet und re-manipuliert es selbst.

Intervention Food Hardware (Lobende Erwähnung)
Lobend hervorheben und für die Gastlichkeit danken möchten wir Susanne Wegerich, Saskia Drebes und Sarah Metz mit ihrer Kooperation „Intervention, Food, Hardware“. Das Gastgebersein ist in gelungener Form in den Ausstellungsraum integriert und eröffnet Kommunikationsraum für alle Besucher*innen.

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