Reisestipendium der Hessischen Kulturstiftung für Daniel Stubenvoll

Die Hessische Kulturstiftung vergibt 15 Atelier- und Reisestipendien für 2021/2022. Ein Stipendium erhält auch Daniel Stubenvoll (Absolvent der Kunsthochschule Kassel).

Die Hessische Kulturstiftung hat für den 15. Turnus der Jahre 2021/2022 fünfzehn Stipendien für freie Reisevorhaben und Atelieraufenthalte in London, New York, Paris und Istanbul vergeben. Neue Erfahrungsräume und unabhängige künstlerische Recherchen sind wichtige Voraussetzungen für qualitätvolle Kunst, die im internationalen Vergleich bestehen kann. Mit ihren Stipendien hat die Hessische Kulturstiftung bis heute rund 200 Künstlerinnen und Künstler mit etwa 4,5 Millionen Euro gefördert.

In diesem Jahr wählte eine siebenköpfige Expertenrunde die künftigen Stipendiatinnen und Stipendiaten aus rund 300 Bewerbungen in einem digitalen Jurierungsprozess aus. Fünf Atelier- und zehn Reisestipendien von bis zu 25.500 Euro wurden Künstlerinnen und Künstlern, die in Hessen geboren sind, dort leben oder an einer Kunstakademie in Hessen ausgebildet wurden, zugesprochen. Neben den Atelierstipendien der Stiftung in New York, Paris und London planen die Künstlerinnen und Künstler Reisen nach Japan, Polen oder Brasilien.

Daniel Stubenvoll (*1984), Absolvent der Kunsthochschule Kassel, wird nach Japan reisen. Der Fotograf beschäftigt sich dort mit der Zugänglichkeit des öffentlichen Raums für Menschen mit körperlichen Einschränkungen. Dafür wird er sich mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Forschungsprojektes Paralegacy2020 treffen, das den langfristigen Einfluss der Paralympischen Spiele auf die Infrastruktur der Stadt und die Toleranz gegenüber Menschen mit Behinderungen in der Gesellschaft untersucht.

Stipendiat*innen Turnus 2021/2022
Rosa Aiello (*1987/Malta, Griechenland, Spanien), Patrick Alan Banfield (*1984/USA), Andrea Bellu (*1980) und Matei Bellu (Birobidzhan, Melbourne, Buenos Aires), Jonas Brinker (*1989/New York), Max Brück (*1991/Polen), Onur Gökmen (*1985/ Atelier New York), Antonia Hirsch (*1968/Japan), Nina Kuttler (*1993/Atelier Istanbul), Laura Langer (*1986/Atelier London), Yong Xiang Li (*1991/Atelier Istanbul), Haleh Redjaian (*1971/Iran, Senegal), Yvonne Roeb (*1976/Atelier Paris), Grace Schwindt (*1979/New York), Daniel Stubenvoll (*1984/Tokio, Japan), Patrik Thomas (*1986/Brasilien)

Sicherheit trotz Corona-Pandemie
Dass Auslandsaufenthalte und Reisen im Moment immer noch problematisch sind, ist allen in der Stiftung bekannt. Eva Claudia Scholtz, Geschäftsführerin der Hessischen Kulturstiftung betont: „Die schwierige Lage für Künstlerinnen und Künstler und die zahlreichen Planungsunsicherheiten sind uns sehr bewusst. Die Corona-Pandemie hat uns alle noch fest im Griff.“ Die Kulturstiftung hat entsprechend reagiert: Die Atelierstipendien sind erst für das Jahr 2022 geplant und bei den Reisestipendien ist die Umwandlung in ein Arbeitsstipendium denkbar. „Wir freuen uns, wenn in diesem Jahr ein Stipendienantritt möglich ist, insofern die internationalen Reisebestimmungen am jeweiligen Zielort dies zulassen,“ betont Eva Claudia Scholtz, „aber die Sicherheit und Gesundheit der Künstlerinnen und Künstler steht für uns immer im Vordergrund! Sollte ein Reisevorhaben zu gegebener Zeit also nicht realisierbar sein, so können die Stipendien in Absprache mit uns in Arbeitsstipendien umgewandelt oder zu einem späteren Zeitpunkt als geplant angetreten werden

Hier können Sie die gesamte Pressemitteilung der Hessischen Kulturstiftung lesen.

Link:
www.hkst.de/de/stipendiaten

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