Menkman, Rosa

Menkman, Rosa

Künstlerische Mitarbeiterin | Neue Medien

Rosa Menkman ist eine niederländische Künstlerin und Forscherin. Ihre Arbeit konzentriert sich auf Lärm-Artefakte, welche aus Störungen in sowohl analogen wie auch digitalen Medien (z.B. Störimpulse und Rückkopplungen) resultieren. Diese Artefakte können wichtige Einblicke in die ansonsten obskure Alchemie der Standardisierung durch Lösungen liefern. Dieser Prozess, welcher Effizienz, Ordnung und Funktionalität auferlegt, beinhaltet nicht nur die Erstellung von Protokollen, Standards und Lösungen, sondern beinhaltet auch unsichtbare, verschleierte Kompromisse und alternative Möglichkeiten, die Gefahr laufen, für immer ungesehen zu bleiben oder sogar vergessen zu werden.

2011 schrieb Menkman Glitch Moment/um, ein kleines Buch über die Ausbeutung und Popularisierung von Störimpuls-Artefakten (veröffentlicht durch das Institute of Network Cultures). Sie hat außerdem die GLI.TC/H Festivals in Chicago und Amsterdam mitveranstaltet und das Ästhetiksymposium der Transmediale 2012 geleitet. Seit 2012 hat Menkman vier Ausstellungen geleitet, welche die unterschiedlichen Ökologien des Störimpulses (filtering failure, glitch genealogies, glitch moment/ums und Tactical ?litches – die letzte zusammen mit Nick Briz) aufgezeigt haben. 2015 startete Menkman die institutions for Resolution Disputes [iRD], eine Einzelshow an der Transfer Gallery in New York. Die iRD sind Institutionen, die sich der Erforschung der Interessen von anti-utopischen, verlorengegangenen und ungesehenen Lösungen widmen und solchen, die einfach „zu gut sind, um implementiert zu werden“. 2017 eröffnete Menkman Behind White Shadows, eine zweite Einzelshow an der Transfer Gallery.