r-calc.net – Re:Coding Algorithmic Culture

Das durch die VW Stiftung finanzierte Forschungsprojekt Re:coding Algortihmic Culture veröffentlicht die Webseite https://r-calc.net als eines seiner Forschungsergebnisse. Das interdisziplinäre Projekt, das im Rahmen der Förderlinie "Originalitätsverdacht? Neue Optionen für die Geistes- und Kulturwissenschaften"gefördert wurde, begann im Oktober 2019 und wurde von Forscher*innen der Arbeitsbereiche Theorie & Praxis der Visuellen Kommunikation an der Kunsthochschule Kassel, Soziologie der Diversität und Gender/Diversity in Informatics Systems an der Universität Kassel betrieben.

Die Webseite r-calc.net dokumentiert und verarbeitet einige der öffentlichen Labore, die für das Projekt veranstaltet wurden, und sie stellt visuelle und text-basierte Forschungsergebnisse einiger der Projektbeteiligten dar. In den Laboren wurde zu Fragen verschiedener Zeitlichkeiten gearbeitet, es wurde zu Governance und Autonomie und zu Maßnahmen der sozialen Distanzierung in Zeiten einer Pandemie diskutiert, und es wurde zu hegemonialen Diskursen und deren Materialisierung in Dateisystemen geforscht. Zudem wurden die Prozesse des Erfindens und Entwickelns von Games als Teil normativer und algorithmischer kultureller Codes hinterfragt und anders gestaltet. In den Begegnungen unterschiedlicher Perspektiven und Methodologien wurden Räume geschaffen, um aktuelle algorithmische Bestimmungen nicht nur zu kritisieren, sondern sie auch zu stören und alternativen Gestaltungsüberlegungen Realität zu verschaffen. Zunehmend wichtig wurden im Projektverlauf Fragen danach, wie die Auseinandersetzung mit Behinderung/Disability digitale Räume verändern und zugänglich machen kann. Daher ist barrierearme Zugänglichkeit/Accessibility ein zentraler konzeptioneller und gestalterischer Aspekt des Webseiten-Designs.

Die Webseite r-calc.net wurde von den Projektbeteiligten Nicole Spiders, Loren Britton, Ipek Burçak, Isabel Paehr, und Johanna Schaffer entworfen und verwirklicht.

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