Studierende drucken Gesichtsschutz für medizinische Einrichtungen

Dr. Markus Schein, Leiter der Studienwerkstatt für Digitale Entwurfs- und Fertigungsmethoden an der KHK, und Lisa Heinze stehen neben fertigen Kunststoffteilen für den Behelfs-Gesichtsschild. Foto: Lisa Heinze

In der Krise unterstützen sich die Menschen kreativ gegenseitig. Auch Studierende der Kunsthochschule Kassel helfen mit: Sie stellen mittels 3D-Druck Behelfs-Gesichtsschilde zum Schutz vor dem Corona-Virus her.

Dr. Markus Schein, Leiter der Studienwerkstatt für Digitale Entwurfs- und Fertigungsmethoden an der KHK, und Lisa Heinze stehen neben fertigen Kunststoffteilen für den Behelfs-Gesichtsschild.

„Der Anstoß dazu kam von unserer Tutorin Lisa Heinze. Mittlerweile sind wir fünf Leute, die sich von der Kunsthochschule an dem Projekt beteiligen. Und deutschlandweit nehmen meines Wissens nach etwa 6.500 Menschen teil“, erzählt Max Eschenbach vom FabLab der Kunsthochschule (KHK). Das Projekt, von dem er spricht, heißt „Maker vs. Virus“. Es wurde von der Do-it-Yourself-Werkstatt „Hammertime“ aus Kassel initiiert. Freiwillige stellen ihre 3D-Drucker, Materialien und ihre Arbeitskraft zur Verfügung und drucken Kunststoffteile für das „Prusa RC3 Headband“.

So auch die Studierenden und Lehrenden der KHK. Bei dem Kunststoffteil handelt es sich um ein Bauteil für einen Behelfs-Gesichtsschild, dessen Bauplan eine tschechische 3D-Druck-Firma auf ihrer Website veröffentlicht hat. Der Behelfs-Gesichtsschild ist so gestaltet, dass er mit einfachen Mitteln und vor allem dezentral gefertigt werden kann. So besteht der Schild aus zwei 3D-gedruckten Kunststoffteilen, einer gelaserten oder geschnittenen PET-Folie und einem Gummiband. Der Schild oder Teile davon können so kostengünstig und einfach hergestellt werden.

Das regionale Organisationsteam der Bewegung (in Kassel ist es Hammertime) koordiniert die Verteilung und Auslieferung der Schilde an Kliniken, Zahnarzt-Praxen, HNO-Praxen, Krankenhäuser und andere medizinische Einrichtungen.

Der Gesichtsschild ist von den Behörden bisher nicht als offizieller Virus-Schutz eingestuft, kann aber als Behelfsutensil, ähnlich selbstgenähter Masken, bei der Eindämmung des Corona-Virus helfen.

Weitere Informationen:
Für weitere Infos über die Bewegung: https://www.makervsvirus.org/de/
Die bundesweite Bewegung organisiert sich über einen slack- channel: https://makervsvirus.slack.com
DIY-Werkstatt Hammertime: https://www.hammertimekassel.de
Lisa Heinze berichtet über die Aktion auf Instagram: https://www.instagram.com/lisahighnze

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