Möbeldesign / Ausstellungsarchitektur

Im Studienschwerpunkt Möbeldesign / Ausstellungsarchitektur werden sehr unterschiedliche Qualitäten vermittelt: Studenten entwickeln Sensibilität für die Kultur, Geschichte, Ästhetik und Psychologie der Dinge und Räume; sie lernen, eigene Impulse und Ideenfäden aufzugreifen und diese mit experimentellen Entwurfsmethoden unter Zuhilfenahme unterschiedlichster entwerferischer Mittel und Modelle mit Konzentration und Engagement voranzutreiben; und zu einem Ergebnis (Entwurf) zu bringen; sie entwickeln Ausdauer und realistische Einschätzung der eigenen Entwurfskompetenzen.

Es geht um das Entstehen des Dritten. Nicht das, was der Student will oder beabsichtigt, nicht das, was der Dozent / Professor will oder beabsichtigt, sondern etwas Drittes soll entstehen.

Das dreidimensionale Entwerfen steht im Mittelpunkt. Es reicht vom streichholzschachtelgroßen dreidimensionalen Skizzieren bis hin zum 1:1 Modell und bis zur Realisierung von Prototypen und Raumfragmenten.

Grundsätzlich ist das Entwerfen ein Gespräch, bei dem Antworten oder Fragen vor allem visuelle und dreidimensionale Formulierungen sein können. Dieses Gespräch kann mit fast nichts beginnen. Entwerferisches Denken wird durch dreidimensionales konkretes Formen und Tun mit den Händen angeregt, Bewegung (Fluss) und Material sind für diese Prozesse wichtig. Es ist eine Form des Suchens basierend auf einer Ahnung, oder auch das Überprüfen einer bereits greifbaren Vision. Eine (zu frühe) Fixierung auf das Ergebnis steht dabei dem Entwerfen im Wege.

Das Einbeziehen verschiedenster gestalterischer Mittel in den Entwurfsprozess wie zeichnerische, fotografische, zweidimensionale, dreidimensionale, skulpturale, plastische, analoge oder digitale ist erforderlich. Die Auseinandersetzung mit konkreten Materialien, Gegenständen und Räumen ist wesentlich. So wird auch in Zeiten virtuellen Entwerfens das Verlorengehen von haptischem, räumlichem, sinnlichem, realem Erleben und Erfahren verhindert. Genau diese Qualitäten sind von größter Bedeutung für den Lehrbereich.

Wichtig ist auch das Fotografieren oder Filmen der dreidimensionalen Skizzen. Der fotografierende / filmende Entwerfer wird zum visuellen Protokollanten seiner eigenen Arbeit. Diese Distanzierung ermöglicht einen neuen Blick auf die eigene Arbeit und so erst ihr Beurteilen. Überhaupt kann der Entwurfsweg als ein alternierendes Annähern und Distanznehmen verstanden werden. Begebenheiten, die ungeplant, ungewollt und überraschend so dazwischen kommen, den Unfällen also, wird die nötige Aufmerksamkeit geschenkt; sie können sehr interessant, aufschlußreich und richtungsweisend sein.

Die Phase der Konkretisierung muß dann wechselweise in der Holz-, Metall-, Kunststoff-, Keramik-, und Modellbauwerkstatt, in der digitalen Werkstatt und im Projektraum betrieben werden können. Ein wechselseitiges Bearbeiten und überprüfen ist bei 3 dimensionalen Formen unumgönglich: Virtuell konstruierte Räume und Gegenstände müssen immer wieder mit realen Welten konfrontiert werden.

Lehrende

Gebert, Jakob

Gebert, Jakob

Professur für Möbeldesign und Ausstellungsarchitektur

* 1965 in Freiburg im Br.;

1994 Abschluß an der Hochschule für Gestaltung Basel, Innenarchitektur, Produkt- und Baugestaltung; seit 1994 eigenes Atelier für Industriedesign und Ausstellungsarchitektur; mehr…

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Linke, Kai

Linke, Kai

Künstlerischer Mitarbeiter Produktdesign/Möbeldesign und Ausstellungsarchitektur

2008 Diplom Produktgestaltung HfG Offenbach am Main
Seit 2009 selbstständig als Designer.
Sein Wirkungsfeld umfasst die Gestaltung von Objekten für den öffentlichen Raum, Ausstellungen und Interior- Objekten, sowie von mehr…

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