19.12.2018 18:00 UHR

Punkt6

Das Politische und die Kunstpädagogik. Ein Gespräch mit Nora Sternfeld.

Anfang der 1970er Jahre wurden mit der Frage nach einer gesellschaftsbezogenen Legitimierung des Kunstunterrichts auch curriculare Überlegungen für das Politische geöffnet. In Hessen, NRW und Berlin diskutierte man darüber, wie eine kritische und emanzipatorische Haltung bei Schülerinnen und Schülern durch ästhetische Theorie und Praxis im Unterricht gefördert werden könne.
Die Kunsthochschule Kassel war ein prominenter Ort dieser Diskussion. Gefordert wurde beispielsweise, das Fach „Kunst“ in „Visuelle Kommunikation“ umzubenennen, um mit dazu beizutragen, Schülerinnen und Schüler auf ein mündiges und selbstverantwortetes Leben vorzubereiten angesichts einer neuen massenmedialen Präsenz von Bildern.

Im Zuge einer sich dann seit den 2000er Jahren stärker konturierenden „Kunstvermittlung“ wurden nun auch gängige Praxen der Vermittlung von Kunst im außerschulischen Bereich auf ihre Voraussetzungen und Implikationen befragt: Wie lässt sich ein kritisches oder gar widerständiges Potential vor dem Hintergrund hegemonialer Deutungsmacht stärken, um ausgehend von einer Auseinandersetzung mit Kunst gesellschaftlich-politische Veränderungen anzuregen?

Wir haben Nora Sternfeld in die Kunstpädagogik eingeladen, um gemeinsam über das Thema „Das Politische und die Kunstpädagogik“ zu sprechen, das heißt über Begrifflichkeiten und Vorstellungswelten, die seither die Diskussionen begleiten. Auch über Impulse, die aktuell aus der „Kunstvermittlung“ heraus für die schul- und unterrichtsbezogene Diskussion fruchtbar gemacht werden können. Also: Wo sind Schnittfelder, wo Differenzen und wo kommt es zu Synergien?

Punkt6
Mittwoch, 19. Dezember 2018, um 18 Uhr
Kunsthochschule, Südbau, Raum 3220




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